Das Ein-Mal-Eins des Gedichteschreibens
Das Ein-Mal-Eins des Gedichteschreibens
Steht ein bestimmtes Fest oder Jubiläum an, ist eine der ersten Fragen, jene nach dem Geschenk. Es ist immens wichtig, dass man nicht in den nächsten Supermarkt geht und ein Standardgeschenk kauft, sondern dass man etwas Einzigartiges schenkt. Aber so einfach ist das eben nicht. Selbst wenn man jemanden richtig gut kennt, kann es kompliziert werden. Am besten sollte es persönlich, originell, günstig und spektakulär sein. Aber das ist beinahe nicht möglich. Es gibt aber etwas, das diese Eigenschaften bedienen besitzt: Ein Gedicht. Was braucht man allerdings um ein Gedicht zu schreiben und wie geht man es am besten an?
Wofür, für wen und wie?
Zunächst muss man sich bewusst machen, für welchen Anlass es geschrieben werden soll. Denn eines für einen Geburtstag unterscheidet sich wesentlich von einem für das Weihnachtsfest. Genauso gut ist die Anzahl der angesprochenen Personen wichtig. Bei einer Hochzeit werden wahrscheinlich die Braut und der Bräutigam im Mittelpunkt stehen, während bei einer Sponsion nur ein einzelner die ganze Aufmerksamkeit bekommt. Man kann ein Gedicht nämlich direkt schreiben, also die Person gleich per du ansprechen oder das Getextete auf einer übergeordneten Ebene schreiben. Zum Beispiel lässt sich das umsetzen indem man in der dritten Person über ihn oder sie schreibt. Die Wie-Frage ist genauso wichtig. Klar es sollte ein Gedicht sein, aber auch da gibt es verschiedene Richtungen. Soll sich jeder Absatz einer bestimmten Zeit oder einem genauen Thema widmen oder will man lieber unstrukturiert drauf los schreiben. Das Letztere ist zwar nicht zu empfehlen, aber ein Gedicht sollte vor allem persönlich gestaltet sein und darum soll jeder an die Sache herangehen, wie er will bzw. kann.
Eine Struktur empfiehlt sich
Ein gutes Konzept am Anfang kann helfen, dass das Dichten und Gestalten schnell vor sich geht. Man legt fest wie lang und wie viele Absätze man haben will oder wie die Reimstruktur aufgebaut werden soll. Niemand sagt, dass sich ein Gedicht zwangsläufig reimen muss aber die bekanntesten sind so gestaltet. Es gibt die Variante, dass sich immer zwei Zeilen reimen oder sowieso nur jede dritte. Genauso gut kann sich die erste und letzte Zeile reimen, das bezeichnet man als einen Schachtelreim. Die Bezeichnungen sind aber egal, es muss sich gut anhören und vielleicht noch eine Brise Witz beinhaltet. Im Idealfall werden solche Reime nämlich vor größeren Gruppen vorgelesen. Besonders gut eignet sich dafür das Abendessen bei einer Hochzeit oder das gemeinsame Anstoßen bei einer Geburtstagsfeier. Wenn die Zuhörer bei der einen oder anderen Zeile schmunzeln oder sich sogar vor Lachen kaum mehr halten können, wird wohl jeder Autor stolz sein.
Abstrakte Kunst
Alle Tipps rund ums Gedichteschreiben sind gut und schön, aber im Prinzip geht es immer um die Rahmenbedingungen: Nicht jeder kann gleichgut dichten und besitzt die Fähigkeit einzelne Ereignisse auf den Punkt zu bringen. Das Schreiben ist ja im Allgemeinen eine Abstrakte Kunst. Das bedeutet, dass jeder es so gestalten soll wie er will. Ein kleiner Tipp noch am Rande: Oft ist es auch ganz witzig, wenn man nicht nur strikt in der deutschen Sprache verbleibt, sondern Fremdwörter (die den Zuhörern natürlich bekannt sein sollten) und auch Dialekte einbaut. Schülerportal